Was passiert, wenn sich Kunst, Ort und Leben wirklich voneinander berühren lassen?
Auf dieses Wagnis wollte sich die Münchner Künstlerin Rebecca Gischel einlassen – und Herrmannsdorfer hat seine Türen geöffnet.
Die Kunstaktion beginnt im
Juni 2026 und endet im Oktober
in einem gemeinsamen Ritual am Viktualienmarkt in München.
„Das Ritual vom Gehen & Werden” handelt vom Leben – und seinem ewigen Kreislauf.
13 Ferkel werden geboren – ein Anfang.
13 neugierige Blicke auf die Welt.
Neues Leben.
Schlafen.
Mutterkuscheln.
Reines Sein.
Wovon träumt
ein Ferkel?
Ein Wald voller Verstecke.
Zarte Scheu –
die Neugier siegt.
Selbstvergessenes Schnüffeln.
Wie viele Gerüche
kennt ein Schwein?
Frech,
verspielt,
zärtlich
verschmust –
so viele
Persönlichkeiten
wie Schweine.
Und jeder Tag:
Ein neuer Tag
voller Abenteuer.
5 Uhr früh –
ein neuer Tag.
Wie viele
neue Tage
noch?
Bis zu jener Sekunde
– Wahrnehmung.
Ein fremder Geruch.
Ein letzter Schritt.
Ein Blick.
Ein –
Dann plötzlich –
nichts mehr.
Das Sein
vergeht
fast flüsternd.
Geburt –
Leben –
Tod –
und jeder Atemzug
dazwischen.
Materie
im ewigen
Wandel.
Unsere Nahrung –
unser Sein.
Der Handgriff leitet
den Blick.
Werden und
bekommen,
gehen und
geben.
Das Geheimnis
des Lebens.
Eingelassen.
Zugelassen.
Transformiert.
Ferkelstaunen,
Schinkenduft –
und all die Welten
dazwischen.
Welche Farbe
trägt Erfahrung?
Der Körper
weiß
die Antwort –
lange vor
dem Auge.
Erinnerung –
Energie,
Bewegung,
Pinselstrich.
Umgewandelt.
Gespeichert.
Zurückgegeben.
Das Bild kehrt
zu seinem
Ursprung zurück.
Es weiß,
es ahnt,
es trägt.
Das Bild
zum Schinken.
Im ewigen Kreislauf.
Das Leben
sprach,
das Bild
nahm auf.
Es erinnert,
es erzählt,
gibt weiter,
wirkt zurück.
Und der
Schinken
– reift.
Mehr folgt
in Kürze.